Sicherheit für alle Fälle

Mehrere Schübe mit nur einem Schloss sichern? Kein Problem mit den Zentralverschluss-Systemen von LEHMANN. Diese Systeme ermöglichen zusätzlich die gegenseitige Verriegelung der Schübe, wie sie bei Bürocontainern oder Karteischränken erforderlich ist.

  • Zentralverschluss-Stange – einfaches Prinzip zum Verschließen mehrerer Schübe
  • SVS3 – Zentralverschluss mit Anti-Tilt-Funktion 
  • Simultan Stop - Zentralverschluss mit Anti-Tilt-Funktion für gehobene Ansprüche

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Mit Anti-Tilt-System die Kippgefahr von Kommoden verringern

Man sollte meinen, dass Wohnmöbel sicher sind. Zumindest jedoch sollte von Möbeln keine hohe Verletzungsgefahr ausgehen. Leider trifft das weltweit gesehen nur bedingt zu. Immer wieder ist zu lesen, dass Menschen von umstürzenden Kommoden im privaten Umfeld schwer oder tödlich verletzt werden. Insbesondere Kinder sind hier gefährdet. Da stellt sich die Frage, ob der Hinweis auf Verletzungsgefährdung, respektive ordnungsgemäße Fixierung der Kommode, genügt. Denn konstruktive Maßnahmen sind noch nicht ausgeschöpft, die es in Form von Anti-Tilt-Systemen längst gibt und die die Stabilität von Kommoden erheblich verbessern helfen.  Die Situation ist nachvollziehbar und schockierend zugleich. Das von Natur aus neugierige und an allem interessierte Kind spielt, probiert und dringt bisweilen in unbekannte Gefahren vor. Die Lebenswirklichkeit lehrt uns, dass Kinder nicht rund um die Uhr beaufsichtigt werden können. So kommt es immer wieder vor, dass die Kommodenschübe als Aufstiegsleiter zweckentfremdet werden, um etwa an die oberen Schübe zu gelangen. Oder es werden aus Spieltrieb alle Schubfächer aufgezogen. Die Konsequenz ist im Ergebnis gleich erschreckend. Die schwere und zumeist beladene Kommode kippt und begräbt schlimmstenfalls das Kind unter sich.

 

Konstruktive Maßnahmen mit Anti-Tilt

In der Büromöbelindustrie kennt man diese Kipp-Gefährdung seit langem. Quasi als Selbstverpflichtung werden hier seit Jahrzehnten Maßnahmen getroffen, um die Kippgefahr von Bürocontainern möglichst zu reduzieren. Anfangs mit sogenannten Auszugssperren wurde verhindert, dass alle Schübe aufgezogen werden konnten. War ein Schub aufgezogen, waren alle anderen Schübe gesperrt. Diese Systeme ließen sich mit etwas Geschick jedoch überlisten. Erst mit der Einführung des Anti-Tilt-Systems „SVS3“ gelang es, das Auszugssperren-Prinzip sicher zu machen, was bis heute dem Standard entspricht.

 

Wo genau liegen die Vorteile? 

Wenn nur eine Schublade ausgezogen werden kann, kann auch nur deren Gewicht kippgefährdend wirken und eben nicht das von alle. Außerdem bewirken die in diesem Moment nicht ausziehbaren Schübe plus Inhalt eine Stabilisierung des Möbels, da sie sich innerhalb der Kippkanten befinden. Die Zweckentfremdung der Schübe als Aufstiegsleiter ist somit nicht mehr gegeben.  Das Ausziehen der unteren Lade mit der damit verbundenen Gefahr als Trittstufe benutzt zu werden, bleibt jedoch. Will man hier mehr Sicherheit, kann das „SVS3-System“ zusätzlich mit einem Schloss versehen werden. Hierüber lassen sich mit nur einem Schloss alle Schübe gleichzeitig verschließen und auch wieder freigeben. 

Wirtschaftlichkeit versus Sicherheit

Die sich aufdrängende Frage nach der wirtschaftlichen Verträglichkeit ist verständlich, aber überschaubar. Die technische Ausgereiftheit von Design und Fertigungsprozessen sowie das hohe Produktionsvolumen machen den Einsatz des „SVS3-Systems“ marktakzeptabel. Auch ist für den Mindener Hersteller Lehmann die kundenseitige Individualisierung seines SVS3-Systems mehr Regel als Ausnahme. Hierzu können 3D-Step-Daten mit dem Hersteller ausgetauscht werden. Alternativ kann ein Serienmöbel zur Verfügung gestellt werden, welches die Mindener Spezialisten als Ausgangslage nehmen und das Anti-Tilt-System SVS3 konstruktiv integrieren.